Da sitze ich wieder. Und denke darüber nach, was die nächsten Zeilen bringen werden. Ich möchte heute über etwas schreiben, für das ich mich vor ein paar Monaten wahrscheinlich noch geschämt hätte. Oder mich selbst verurteilt hätte.
In meinem ersten Blogbeitrag habe ich noch voller Euphorie über meinen Start als Copywriterin geschrieben. Dass ich irgendwann davon leben möchte.
Leider hat es sich nie leicht angefühlt. Es war schon immer schwer. Und ich weiß, dass es ganz viel Geduld und Zeit braucht, um zu wachsen und um Ergebnisse zu sehen.
Und ja, ich habe ja erst vor einem Jahr damit begonnen. In diesem Jahr war dieses „Ich muss unbedingt Kunden finden, um Geld zu verdienen!“ sehr präsent. Mal stark im Vordergrund, aber auch eher mal unbewusst im Hinterkopf.
Ich konnte es nie ausblenden, weil ich mein Ziel vor Augen hatte. Ein Ziel, dass ich wohl so nie erreichen werde, ohne Opfer zu bringen.

Ich weiß nicht mehr, wann genau diese Entscheidung fiel, das Copywriting auf Eis zu legen. Aber schon der Gedanke hat sich in dem Moment so gut angefühlt.
Alleine, diese Entscheidung zu treffen, hat irgendwas in mir gelöst. Obwohl ich meinen Kunden noch nichts davon erzählt hatte, war dieses Kapitel für mich innerlich bereits geschlossen.
Die Tatsache, dass es für mich eine Erleichterung war, zeigt doch schon, dass es die richtige Entscheidung war. Es hat sich nicht wie Aufgeben angefühlt. Sondern eher wie ein Aufatmen. Ich fühle mich seitdem irgendwie aufgeräumter.
Klarer. Ruhiger.
Ich möchte nicht abstreiten, dass es Menschen gibt, die es schaffen, alles unter einen Hut zu bekommen:
Teilzeitjob. Haushalt. Kind. Selbstständigkeit.
Für mich ist das nichts. Ich verliere mich selbst – im negativen Sinne.
Zwischen den ganzen ToDos in meinem Kopf und dem Mama-Sein findet das gerade keinen Platz.
Ich habe mich für das Copywriting entschieden, weil ich einer Illusion gefolgt bin.
Weil es mir so verkauft wurde, als wäre es kein Hexenwerk.
Oft hatte ich den Gedanken, dass ich diesen Weg völlig umsonst gegangen bin und meine Zeit nicht sinnvoll investiert habe.
Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Auch, wenn ich diese Reise für mich beendet habe, durfte ich so viel Erfahrung sammeln. Und die kann mir keiner mehr nehmen.
Fakt ist, ich liebe das Schreiben.
Für mich.
Und für andere, die sich vielleicht in meinen Texten wieder finden.
Und vielleicht ist genau das gerade genug.
Alles Liebe,



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